Die Grundlage für erfolgreiches Laufen in jeder Jahreszeit = die richtigen Laufschuhe
Im Sommer reicht es oft, einfach die Lieblingslaufschuhe anzuziehen und loszulaufen. Trockener Asphalt, wenig Laub und stabile Bedingungen erlauben es uns, uns keine großen Gedanken über den Untergrund zu machen. Doch im Herbst ändert sich die Situation schnell. Morgens kann der Asphalt noch taufeucht sein, beim Laufen trifft man vielleicht auf eine Laubschicht, und der Lieblingsweg durch den Park verwandelt sich nach dem Regen in eine Schlammpiste. Gerade dann sind neben Komfort und Dämpfung ein sicherer Stand und ausreichend Grip der Sohle wichtig.
Das heißt nicht, dass man im Herbst automatisch von Straßenlaufschuhen auf Trailrunning-Schuhe umsteigen muss. Viel wichtiger ist es, darüber nachzudenken, wo man tatsächlich läuft.
Läufst du hauptsächlich auf Asphalt? Dann reichen Straßenlaufschuhe aus.
Wenn du hauptsächlich auf Asphalt, Radwegen oder befestigten Stadtstraßen unterwegs bist, kannst du deine Lieblings -Rennradschuhe ruhig verwenden. Bedenke aber, dass nasser Untergrund deutlich weniger Grip bietet als trockener Asphalt. Achte daher bei der Wahl neuer Schuhe im Herbst besonders auf die Sohle. Es kommt nicht nur darauf an, wie weich der Schuh ist oder wie stark er gedämpft ist. Guter Grip gibt dir bei jedem Schritt mehr Sicherheit.
Möchtest du dieses Jahr etwas Neues ausprobieren?
Der Herbst ist die ideale Jahreszeit für Gravel-Laufschuhe . Sie sind nicht so sehr auf technisches Gelände ausgelegt wie klassische Trailrunning-Schuhe , bieten aber gleichzeitig mehr Vielseitigkeit als reine Straßenlaufschuhe . Ihr Vorteil zeigt sich besonders auf Strecken mit wechselnden Untergründen. Asphalt, Parkweg, Schotter, Waldweg und wieder Asphalt? Genau hier spielen Gravel-Schuhe ihre Stärken aus.
Außerdem müssen Sie dabei nicht auf Komfort verzichten, was Sie bei längeren Läufen zu schätzen wissen werden. Für 60- bis 90-minütige Läufe im Herbst, bei denen Sie sich keine Gedanken darüber machen möchten, ob die Strecke abseits der asphaltierten Wege verläuft, können sie eine sehr interessante Alternative sein. Ebenso an Tagen, an denen der Asphalt nass und voller Hindernisse wie Laub oder kleiner Äste ist.
Was, wenn es richtig nass ist?
Auch hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Wer hauptsächlich auf der Straße läuft und nur gelegentlich in einen Regenschauer gerät, braucht nicht unbedingt einen Schuh mit Membran. Wer sich jedoch regelmäßig in nassem Gelände bewegt, mit Pfützen zu kämpfen hat und nach wenigen Kilometern keine durchnässten Füße haben möchte, für den könnte ein wasserdichtes Modell eine interessante Option sein. Herbstschuhe sind nicht unbedingt „besser“ als Sommerschuhe; sie sollten vor allem für die jeweiligen Einsatzbedingungen geeignet sein.
Und das ist die wichtigste Frage bei der Wahl von Herbstschuhen: Wo laufen Sie am häufigsten hin, wenn Sie das Haus verlassen?