Joggen im Herbst

Wenn sich das Wetter ändert, sollte sich auch Ihre Ausrüstung ändern.

Lesedauer: 7´ | Autor: Eda

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Die Morgen werden kälter, die Abende kürzer, und das Wetter ist nicht mehr so beständig wie noch vor einigen Wochen. Statt heißem Asphalt erwarten uns nasses Laub, Pfützen, Matsch und manchmal sogar Regen. Für manche ist das ein Zeichen, es etwas ruhiger angehen zu lassen und die Laufschuhe erst einmal einzumotten. Für andere hingegen beginnt jetzt eine der besten Zeiten des Jahres zum Laufen. Der Herbst hat seinen ganz eigenen Charme. Die Luft ist frischer, die Temperaturen sind angenehmer, und die Natur bietet eine völlig andere Kulisse als im Sommer. Und mit der richtigen Kleidung und Ausrüstung muss man sein Lauftraining nicht unbedingt wegen des Wetters ändern. Man muss nur ein bisschen umdenken.

Was zieht man im Herbst an? Wie kleidet man sich, wenn es morgens zehn und nachmittags fünfzehn Grad sind? Wann ist eine Regenjacke angebracht, wann braucht man eine Stirnlampe und warum ist jetzt vielleicht der perfekte Zeitpunkt , Gravel-Running-Schuhe auszuprobieren? In unserem Herbst-Guide findest du praktische Tipps, die dir helfen, dich optimal auf alles vorzubereiten, was das Laufen im Herbst mit sich bringt. Denn Laufen hört nicht mit dem letzten Sommertag auf. Es wird nur noch ein bisschen spannender.

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Die Grundlage für erfolgreiches Laufen in jeder Jahreszeit = die richtigen Laufschuhe

Im Sommer reicht es oft, einfach die Lieblingslaufschuhe anzuziehen und loszulaufen. Trockener Asphalt, wenig Laub und stabile Bedingungen erlauben es uns, uns keine großen Gedanken über den Untergrund zu machen. Doch im Herbst ändert sich die Situation schnell. Morgens kann der Asphalt noch taufeucht sein, beim Laufen trifft man vielleicht auf eine Laubschicht, und der Lieblingsweg durch den Park verwandelt sich nach dem Regen in eine Schlammpiste. Gerade dann sind neben Komfort und Dämpfung ein sicherer Stand und ausreichend Grip der Sohle wichtig.

Das heißt nicht, dass man im Herbst automatisch von Straßenlaufschuhen auf Trailrunning-Schuhe umsteigen muss. Viel wichtiger ist es, darüber nachzudenken, wo man tatsächlich läuft.

 

Läufst du hauptsächlich auf Asphalt? Dann reichen Straßenlaufschuhe aus.

Wenn du hauptsächlich auf Asphalt, Radwegen oder befestigten Stadtstraßen unterwegs bist, kannst du deine Lieblings -Rennradschuhe ruhig verwenden. Bedenke aber, dass nasser Untergrund deutlich weniger Grip bietet als trockener Asphalt. Achte daher bei der Wahl neuer Schuhe im Herbst besonders auf die Sohle. Es kommt nicht nur darauf an, wie weich der Schuh ist oder wie stark er gedämpft ist. Guter Grip gibt dir bei jedem Schritt mehr Sicherheit.

Möchtest du dieses Jahr etwas Neues ausprobieren?

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit für Gravel-Laufschuhe . Sie sind nicht so sehr auf technisches Gelände ausgelegt wie klassische Trailrunning-Schuhe , bieten aber gleichzeitig mehr Vielseitigkeit als reine Straßenlaufschuhe . Ihr Vorteil zeigt sich besonders auf Strecken mit wechselnden Untergründen. Asphalt, Parkweg, Schotter, Waldweg und wieder Asphalt? Genau hier spielen Gravel-Schuhe ihre Stärken aus.

Außerdem müssen Sie dabei nicht auf Komfort verzichten, was Sie bei längeren Läufen zu schätzen wissen werden. Für 60- bis 90-minütige Läufe im Herbst, bei denen Sie sich keine Gedanken darüber machen möchten, ob die Strecke abseits der asphaltierten Wege verläuft, können sie eine sehr interessante Alternative sein. Ebenso an Tagen, an denen der Asphalt nass und voller Hindernisse wie Laub oder kleiner Äste ist.

Was, wenn es richtig nass ist?

Auch hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Wer hauptsächlich auf der Straße läuft und nur gelegentlich in einen Regenschauer gerät, braucht nicht unbedingt einen Schuh mit Membran. Wer sich jedoch regelmäßig in nassem Gelände bewegt, mit Pfützen zu kämpfen hat und nach wenigen Kilometern keine durchnässten Füße haben möchte, für den könnte ein wasserdichtes Modell eine interessante Option sein. Herbstschuhe sind nicht unbedingt „besser“ als Sommerschuhe; sie sollten vor allem für die jeweiligen Einsatzbedingungen geeignet sein.

Und das ist die wichtigste Frage bei der Wahl von Herbstschuhen: Wo laufen Sie am häufigsten hin, wenn Sie das Haus verlassen?


 

Was soll ich anziehen? Im Herbst sind mehrere Schichten Kleidung die beste Wahl.

Während im Sommer oft T-Shirt und Shorts ausreichen, kann der Herbst etwas unberechenbarer sein. An einem Tag geht man bei angenehmen 15 °C joggen, am nächsten erwartet einen ein kalter Morgen mit Wind und Regen. Deshalb lohnt es sich, im Herbst nicht auf ein einziges Kleidungsstück zu setzen, sondern auf das richtige Zwiebelprinzip. Die Basis sollte Funktionskleidung sein, die Schweiß vom Körper ableitet. Je nach Wetterlage kann man eine weitere Schicht hinzufügen und bei Wind oder Regen eine leichte Laufjacke . Der Vorteil: Man kann sich dem jeweiligen Tag entsprechend kleiden und muss nicht jedes Mal die gesamte Garderobe austauschen, wenn es kälter wird.

 

Eine typische Herbstkombination kann überraschend einfach sein:

Funktionelles T-Shirt → Windjacke oder wasserdichte Jacke + je nach Wetterlage kann ein Langarmshirt oder ein leichtes Sweatshirt hinzugefügt werden.

Bei niedrigeren Temperaturen sind Handschuhe, ein Stirnband oder eine dünne Mütze ebenfalls hilfreich. Diese Kleinigkeiten können bei einem Lauf in der Kälte einen großen Unterschied machen.

Und noch ein praktischer Tipp? Wähle deine Kleidung nicht danach, wie du dich beim Verlassen des Hauses fühlst. Dir mag es in den ersten Minuten des Laufens etwas kühl sein, aber sobald du warmgelaufen bist, steigt deine Körpertemperatur schnell an. Wenn du zu warm angezogen bist, kann ein angenehmer Herbstlauf schnell in eine unnötig schweißtreibende Angelegenheit münden. Ein einfacher Tipp: Zieh dich so an, als wären es etwa 10 Grad wärmer .

Regen ist kein Grund, zu Hause zu bleiben.

Laufen im Herbst bedeutet manchmal auch, im Regen zu laufen. Leichter Nieselregen ist meist kein Problem, doch bei längerem oder stärkerem Regen ist eine leichte, wasserdichte Laufjacke eine gute Wahl. Sie muss weder schwer noch sperrig sein. Im Gegenteil: Ideal ist eine Jacke, die man beim Laufen kaum spürt. Sie schützt vor Regen und Wind, ohne die Bewegungsfreiheit unnötig einzuschränken.

Aber genau wie bei Schuhen gilt auch hier eine einfache Regel: Es gibt kein perfektes Outfit für jeden Herbsttag . Für einen zehn Kilometer langen Trockenlauf bei 12 °C kleidet man sich anders als für einen einstündigen Lauf bei Regen und Wind. Die Fähigkeit, die Kleidung den jeweiligen Bedingungen anzupassen, ermöglicht es, praktisch die ganze Saison über komfortabel zu laufen.

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Wenn es dunkel wird, denken Sie an Ihre Sicherheit.

Mit dem nahenden Herbst werden die Tage kürzer und das Laufen im Dunkeln gehört schnell zum Training dazu. Dann ist es wichtig, nicht nur an Komfort, sondern auch an gute Sichtbarkeit zu denken. Eine Stirnlampe leuchtet den Weg aus und hilft, Unebenheiten, Wurzeln oder Pfützen zu erkennen, während Reflektoren und Lichter die Sichtbarkeit für Autofahrer, Radfahrer und andere Läufer erhöhen.

Man muss sich nicht von Kopf bis Fuß in reflektierender Kleidung kleiden. Aber im Dunkeln ganz in Schwarz ohne Licht oder Reflektoren zu laufen, ist nicht der beste Weg, ein sicheres Training zu genießen. Gerade im Herbst gilt: Wenn man selbst nichts sieht, ist es wichtig, dass andere einen sehen.

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Genießen Sie die Vielfalt des Herbstes

Laufen im Herbst muss nicht bedeuten, Kompromisse einzugehen. Manchmal reicht es schon, an einem kühleren Morgen statt an einem warmen Sommerabend zu laufen, Schuhe mit besserem Grip zu tragen und eine Stirnlampe einzupacken. Wichtig ist, die Ausrüstung den Bedingungen anzupassen, nicht umgekehrt. Mit den richtigen Schuhen, mehreren Kleidungsschichten und etwas Aufmerksamkeit für gute Sichtbarkeit können Sie auch bei wechselhaftem Wetter weiterlaufen.

Und vielleicht ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, etwas Neues auszuprobieren. Nimm deine übliche Laufstrecke auf Asphalt, biege auf einen Schotterweg oder einen Waldweg ab und schau, wohin dich das Laufen führen kann.
Denn der Herbst ist nicht das Ende der Laufsaison. Er ist nur ein neues Kapitel, also lasst es uns in vollen Zügen genießen.